Übung zum Thema „Gefahrstoffkonzept Rheinland – Pfalz“


Um im Ausrückebereich des Löschzuges Dernbach wirksame Hilfe bei Gefahrgutunfällen leisten zu können, fand zusammen mit den Kameraden der FF Bannberscheid ein Unterricht zum Thema „Gefahrstoffkonzept Rheinland-Pfalz“ statt. Das „Gefahrstoffkonzept Rheinland-Pfalz“ soll den Feuerwehren, gerade im ländlichen Bereich, die Möglichkeit geben, bei Unfällen mit Gefahrgütern wirksame Erstmaßnahmen einzuleiten.

Die Einsatzbereiche sind im Bereich Dernbach sehr vielfältig. Zunächst sind hier die Bundesautobahnen 3 und 48 zu nennen, über die jeden Tag Tausende von Gefahrguttransporten rollen. Desweiteren ist das Krankenhaus Dernbach mit seiner radiologischen Abteilung zu nennen. Aber auch auf den umliegenden Land- und Kreisstraßen können Unfälle mit Gefahrgütern passieren. Daher nahm auch die Feuerwehr Bannberscheid an der theoretischen Fortbildung teil. Übungsleiter Markus Herbst brachte den Teilnehmern das Thema anschaulich näher und ging auch auf die ortsspezifischen Besonderheiten ein.

Der zweite Teil der Übungsreihe wird eine größere Gemeinschaftsübung sein.

Einsatz von tragbaren Leitern geübt


Am Freitagabend führte der Löschzug Dernbach eine Übung zum Thema „Tragbare Leitern“ durch.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung und Wiederholung von Grundlagen durch Übungsleiter Thomas Waldenberger, fuhr man zum Herz-Jesu-Krankenhaus, um dort an einem neu gebauten außen liegenden Nottreppenhaus den praktischen Anteil der Ausbildung durchzuführen. Die Feuerwehrkameraden konnten hier eindrucksvoll eine Überblick dafür erlangen, bis in welche Geschosshöhe man mit welcher Art von Leiter einsteigen kann. Neben dem Vorgehen über die vierteilige Steckleiter und die dreiteilige Schiebleiter wurde auch der Einsatz eines Leiterhebels geübt. Dieser wird genutzt, um gehunfähige Personen möglichst schnell und schonend aus Höhen zu retten.

Feuerwehren besichtigten Elektrizitätsumspannwerk


Am Freitag Abend besichtigte der Löschzug Dernbach gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehr Ebernhahn das Elektrizitätsumspannwerk in Ebernhahn.

Herr Diel und Herr Schönberg, beide Elektrofachkräfte der Kevag, erklärten zunächst die Bauteile eines Umspannwerkes, besprachen die Funktionsweise der Anlage und erläuterten die Verfahrensweisen im Einsatzfall. Eine Besonderheit für die Kameraden stellte die anschaubare Entwicklung der Technik eines Umspannwerkes von den fünfziger Jahren bis in die Gegenwart dar, welche im Inneren des Gebäudes besichtigt werden konnte. Im Anschluss erfolgte noch die Besichtigung einer Trafostation im Ortskern von Dernbach. Den Abschluss fand der Übungsabend im Gerätehaus Dernbach, wo die Mitarbeiter der Kevag nochmals auf Besonderheiten bei Einsätzen mit elektrischem Strom an Beispielen von Feuerwehreinsätzen der jüngsten Vergangenheit eingingen. Wehrführer Thorsten Kaiser bedankte sich zum Schluss im Namen aller Teilnehmer bei den Referenten und wünschte sich für die Zukunft weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

Spektakuläre Übung: 40 Verletzte aus Dernbacher ICE-Tunnel gerettet

Westerwaldkreis – Ein ICE entgleist und kommt 500 Meter vor dem Ende des Dernbacher Tunnel zum Stehen.

Mehrere Wagen verkeilen sich und stellen sich quer, der Bistrowagen brennt. Im Zug 80 Menschen, leicht bis schwerstverletzt: Vor ein spektakuläres Unglücksszenario sahen sich die Rettungskräfte aus den Kreisen Westerwald und Neuwied in der Nacht zu Sonntag gestellt und probten von 1 bis etwa 5 Uhr den Ernstfall.

Mehr als 500 Helfer von Feuerwehr, Sanitätsorganisationen, Polizei, Technischem Hilfswerk, Notfallseelsorge und Bahn mussten den wirklich nicht leichten Einsatz bewältigen. Genau beobachtet wurden sie dabei von vielen Fachleuten der Hilfsorganisationen und Kreisverwaltungen, der Bahn und der im ICE eingesetzten Firmen sowie Wissenschaftler der Fachhochschule Köln und zahlreichen Gästen. mm

Quelle: Rhein-Zeitung Online, 22.05.2011