Mehrere Autos kollidierten: A3 voll gesperrt


Montabaur – Die A3 musste am Donnerstagabend nach einem Unfall zwischen Montabaur und Ransbach-Baumbach in Fahrtrichtung Köln für rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Schnell bildete sich ein Rückstau bis hinter das Dernbacher Dreieck.

Mindestens fünf Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt. Eine Person wurde leicht verletzt. Auf einer Länge von mehreren Hundert Metern waren Trümmerteile verteilt, die Mittelleitplanke erheblich beschädigt. Bei dem Zusammenstoß hatte sich offenbar auch der mit einem Ballon-Korb beladene Anhänger eines Landrovers losgerissen und war 50 Meter weiter als das Auto geschleudert, ehe der Anhänger an der Mittelleitplanke zum Stehen kam. Der schwer beschädigte Geländewagen kam quer zur Fahrtrichtung auf der linken und mittleren Spur zum Liegen. Etwa 200 Meter zurück waren in einem demolierten BMW ein Insasse leicht verletzt worden. Der BMW war offenbar mit dem Geländewagen kollidiert. Eine Kettenreaktion war dem Unfall um kurz vor 20 Uhr vorausgegangen. Ein Lkw war vom Beschleunigungsstreifen der Auffahrt Mogendorf auf die rechte Spur gewechselt, ein weiterer Lkw deshalb auf die mittlere Spur gezogen. Von dort war der Landrover der Ballonfirma dann auf die linke Spur gefahren – und mit dem BMW. Zwei Audis und ein Mercedes wurden auch in den Unfall verwickelt, aber nur leicht beschädigt.

Zu Rettungs- bzw. Aufräumarbeiten kamen neben Polizei und DRK Kräfte der Feuerwehren aus Dernbach und Siershahn an die Einsatzstelle.

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/fotos-westerwaelder-zeitung_costart,1_mmid,4128.html

Einsatzübung im Krankenhaus Dernbach

„Brand im Krankenhaus Dernbach. Mehrere Personen vermisst!“ So lautete die Übungsalarmierung für die Feuerwehren Dernbach, Ebernhahn, Staudt und die Drehleiter aus Siershahn.

Schon kurz nach dem Alarm waren die ersten Kräfte vor Ort. Die Erkundung ergab folgendes Bild: bei Bauarbeiten im fünften Obergeschoss war es zu einem Kurzschluss gekommen. Das Feuer griff schnell auf in der Nähe gelagerte Baumaterialien und leicht brennbare Hilfsstoffe über. Insgesamt wurden sieben Personen vermisst. Als Problem stellte sich dar, dass ein Zugang für die Feuerwehr nur über das derzeit stehende Baugerüst an der Aussenfassade zum Südring möglich war. Der Zugang über das Treppenhaus, was normalerweise den ersten baulichen Rettungsweg darstellt, wurde für die Übung versperrt. Also musste beispielsweise die Schlauchleitung und der Verteiler von den Atemschutztrupps nach oben gezogen werden. Trotz des ungewöhnlichen Angriffsweges und des völlig verrauchten Geschosses konnten die Vermissten relativ schnell gefunden werden. Ein weiteres Problem stellte der Verletztentransport nach unten dar, da die Drehleiter übungsbedingt ausgefallen war, so dass die Personen personalintensiv über das Gerüst heruntergeführt werden mussten. Da die Übungsziele weitestgehend erfüllt wurden, zeigte sich Wehrführer Thorsten Kaiser mit dem Verlauf zufrieden.

Neue Heckwarneinrichtung für MTF-L


Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Dernbach/Westerwald e.V. übergab dem Löschzug Dernbach eine neue Heckwarneinrichtung für das Mannschaftstransportfahrzeug MTF-L. Bislang konnte das Fahrzeug nur mit dem Heckblaulicht und der Warnblinkanlage nach hinten abgesichert werden. Die neue Heckwarneinrichtung erhöht die Sicherheit, besonders bei Einsätzen auf der Autobahn, um ein Vielfaches.

Übungstag Technische Hilfeleistung


Einen Übungstag „Technische Hilfeleistung PKW“ führte eine Gruppe des Löschzuges Dernbach am Feuerwehrhaus durch. Die Abschleppunternehmen Lenz aus Siershahn und Müller aus Montabaur hatten jeweils zwei Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, darunter ein echter Unfallwagen. Hierfür noch mal ein herzliches Dankeschön.

Zunächst wurden die Teilnehmer der Fortbildung in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt von Wehrführer Thorsten Kaiser zunächst eine theoretische Einweisung in Technische Hilfeleistung. Die zweite Gruppe widmete sich unter Leitung von Stellv. Wehrführer Markus Herbst direkt den bereitsgestellten Fahrzeugen, wobei es bei den praktischen Tätigkeiten nicht auf Schnelligkeit sondern auf das Ausprobieren neuer Techniken ankommen sollte.
Die eingedrückte Fahrerseite des Unfallfahrzeuges wurde mit einem Rettungszylinder zuerst ein wenig geweitet, damit Schere und Spreizer eingesetzt werden können („Cross-Ramming“). Anschließend wurde die Fahrertür entfernt und das Dach auf einer Seite mit Hilfe des Schneidgerätes und auf der anderen Seite mit der elektrischen Säbelsäge abgenommen. Der „Fahrer“, eine Übungspuppe wurde dann schonend nach hinten aus dem Fahrzeug gerettet.
Das zweite Auto wurde zunächst in eine Seitenlage gebracht. Der „Fahrer“ musste abgestützt werden, um ein Durchsacken des Körpers zu verhindern. Nach der Stabilsierung des Fahrers wurde das Dach einseitig mit Hilfe der Rettungsschere abgetrennt und zur Seite weggeklappt. Hierbei war auch die in diesem Jahr neu beschaffte Rettungsplattform sehr hilfreich. Mit der Rettungssäge wurde ein Loch in das Bodenblech geschnitten, um die Einklemmung im Fussraum zu erkunden. Mit Hilfe eines Rettungszylinders wurde der Vorderbau des Autos nach vorne gedrückt und der „Fahrer“ konnte befreit werden.
Bei der dritten Übung wurde ein Baumeinschlag in ein Fahrzeugdach angenommen, wobei eine Person auf der Rückbank sitzend mit den Füßen unter dem Beifahrersitz eingeklemmt war. Hier musste ebenfalls das Dach einseitig abgeschnitten und zur Seite weggeklappt werden. Um eine schonende Rettung von der Rückbank zu gewährleisten wurde ein großes Stück der Seitenverkleidung mit Schere und Spreizer entfernt (sog. „Dritte Tür“).
Nach dem Mittagessen erfolgte noch eine Auffrischung zum Thema „Anheben mit pneumatischen Hebekissen“ und „Ziehen mit dem Mehrzweckzug“.

Gruppe 1 konnte nun die theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen und übte mit den hydraulischen Rettungsgeräten das Entfernen beider Türen und des Daches, sowie das Drücken des Vorderbaus mit Rettungszylindern zur Schaffung einer Fussraumöffnung.