Neue Geräte in Dienst gestellt

In den vergangenen Tagen wurden beim Löschzug Dernbach neue Geräte in Dienst gestellt.

Von der Verbandsgemeinde Wirges wurde eine neue Motorkettensäge vom Typ Stihl MS 310 beschafft. Verlastet wird die Säge auf dem HLF 10/10.
Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Dernbach/Ww. e.V. stellte dem Löschzug ein Feuerwehrrettungstuch GERET-BREIT von den Gelsenkirchener Werkstätten gGmbh zur Verfügung. Das Rettungstuch wurde als Neuheit auf der Messe Interschutz in Leipzig vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein Schwerlasttragetuch mit einer Fläche von 2,20 x 1,10 Meter und einer Tragkraft von 500 kg.
Beim Löschzug Dernbach wird das Tuch in der Rettungstasche des Sicherheitstrupps mitgeführt. Es kann aber auch zum Transport schwergewichtiger Patienten genutzt werden.

Aktionstag 2010

Einmal im Jahr veranstalten Jugendfeuerwehr und Löschzug Dernbach einen gemeinsamen Aktionstag. Dieses Mal war das Ziel der Kletterwald in Bendorf-Sayn im Brexbachtal.

Zunächst erhielten alle 28 Teilnehmer ihre Schutzausrüstung, bestehend aus Sitzgurt, Sicherungsseil und Schutzhelm. Anschließend erfolgte eine Einweisung durch die Trainer des Kletterwaldes, die zeigten, wie man sich im Hochseilgarten korrekt sichert und fortbewegt. Nach dem Durchlaufen eine kleinen Übungsparcours durften dann alle auf die verschiedenen Anlagen. Die verschiedenen Parcours sind nach Gebirgen benannt, von „Eifel“ bis „Himalaya“. Danach richtet sich dann die Höhe und der Schwierigkeitsgrad der zu überwindenen Hindernisse. Einige wagten sich bereits nach einem Eingewöhnungskurs auf die hohen Parcours, immer am Seil doppelt gesichert. Einzelne Mutige riskierten dann auch eine Ausflug in den Himalaya mit Höhen von fast 30 Metern.
Die Zeit verging wie im Fluge und nach drei Stunden waren die Teilnehmer um wertvolle Erfahrungen reicher, so dass es wieder zurück in die Heimat ging. Hier warteten schon die Partner der Aktiven und einige Eltern der Jugendlichen, um den Tag bei leckeren Grillspezialitäten und kühlen Getränken ausklingen zu lassen.

Brenzlige Übung – Altenheim St. Josef in Dernbach

Sechs Feuerwehren und das DRK proben im Altenheim in Dernbach den Ernstfall – Das extreme Szenario verlangt das ganze Können der Ehrenamtlichen

Auf Helfer ist Verlass
DERNBACH. „Brand im Altenheim St. Josef Dernbach, mehrere Personen vermisst!“ Mit dieser Meldung wurden die Wehren aus Dernbach, Ebernhahn, Siershahn, Staudt, Bannberscheid und Helferskirchen sowie das DRK Wirges zum Übungseinsatz gerufen. Am vermeintlichen Brandort erwartete sie ein von Wehrleiter Hartmut Karwe und Dernbachs Wehrführer Thorsten Kaiser erdachtes Szenario.

Die Übungssituation war brenzlig: Arbeiter hatten im Keller Schweißarbeiten durchgeführt. Um einen Fehlalarm zu vermeiden, hatten sie die automatische Brandmeldeanlage außer Betrieb gesetzt. Möbelpacker, die mit dem Einzug eines neuen Bewohners beschäftigt waren, taten ein Übriges: die Brandabschnittstüren waren mit Keilen offen gehalten, der Rauch konnte sich so schnell über das Treppenhaus ausbreiten. Aufgeregte Mitarbeiter fragten die Einsatzkräfte immer wieder nach ihren Kollegen und Bewohnern. Einige standen laut um Hilfe rufend an den Fenstern. Unter Leitung des Stellvertretenden Wehrleiters der Verbandsgemeinde Wirges, Leo Friedrich, wurden Einsatzabschnitte gebildet und Atemschutztrupps (teils über Leitern) zur Menschenrettung in das Gebäude geschickt. Nach rund 50 Minuten hieß es bereits: „Neun Personen gerettet, Feuer aus!“ Heimleiter Christian Krautscheid und Haustechniker Ulrich Baulig, die auch unterstützend bei der Vorbereitung tätig waren, verfolgten die Übung. „Es ist schon beruhigend zu wissen, dass in kürzester Zeit so viele Helfer vor Ort sind“, sagte Krautscheid. (thm)

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 22. Juni 2010, Seite 21