Feuerwehr Dernbach zu Besuch auf der Interschutz 2010 in Leipzig


Wie tausende Feuerwehrleute aus aller Welt besuchte auch eine Gruppe der Feuerwehr
Dernbach die Interschutz 2010 in Leipzig, die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungsdienst
und Katastrophenschutz. Gleich am ersten Tag besuchte die Delegation den Stand des
Referats Motorsägenführerausbildung des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz.
Auf dem Bild zu sehen v. l. n. r.: Andreas Schmidt, Benedikt Egenolf, Ralf-Felix Kespe,
Rafael Becker, Fabian Fasel, Marc Poremba, Thomas Waldenberger, Markus Herbst.

Übungstag der Feuerwehren Dernbach und Ebernhahn in Daaden


Zum zweiten Mal trafen sich die Feuerwehren Dernbach und Ebernhahn zu einem Übungstag auf dem Truppenübungsplatz Daaden. Ziel der Fortbildung war es, die Kooperations- und Ausrückegemeinschaft weiter zu verbessern und Abläufe bei Einsätzen zu standardisieren.

Hierfür bietet das Übungsdorf im Lager Stegskopf hervorragende Bedingungen. Neben mehreren Wohnhäusern mit Keller und Dachboden gibt es auch eine Kirche, einen Dorfteich und einige Geräteschuppen. Normalerweise übt hier die Bundeswehr den Häuserkampf.
Zuvor hatten die beiden Wehrführer Thorsten Kaiser und Michael Görg, sowie deren Stellvertreter Markus Herbst und Michael Zimmermann die Übungen ausgearbeitet.
So ging es dann auch schon früh mit den Fahrzeugen und rund 30 Teilnehmern in den Oberwesterwald, wo nach der Ankunft zunächst einmal das Frühstück anstand. Nachdem sich die Teilnehmer gestärkt hatten und die Funktionen verteilt waren, konnte die erste Übung beginnen.
Angenommen wurde ein Brand in einem Wohnhaus in der Ortslage Ebernhahn. Im Gebäude befanden sich noch zwei Handwerker und die Bewohnerin. Über einen unterirdischen Kabelschacht war auch das Nachbargebäude, ein Geräteschuppen, in Brand geraten. Aufgabe für die beiden Atemschutztrupps war zunächst die Suche nach den vermissten Personen und anschließend die Brandbekämpfung. Ein Trupp ging über das Erdgeschoss vor, der andere stieg über eine Steckleiter ins Dachgeschoss ein. Die Schwierigkeiten für die Trupps bestanden neben der Orientierung in dem komplett vernebelten Gebäude, im Mitführen des mit Wasser gefüllten Schlauchs. Auch die neue 70 Kilogramm schwere Übungspuppe tat ihr Übriges.
Nach einer kurzen Pause stand die zweite Übung auf dem Programm. Hierbei war ein Kleintransporter ins Schleudern geraten und in ein Geschäftshaus gerast, das dadurch in Brand geriet. Im Haus befanden sich noch zwei Personen, die von den Atemschutztrupps in ziemlich kurzer Zeit gefunden und in Sicherheit gebracht wurden.
Nach der Mittagspause folgte die letzte Übungs für diesen Tag. Hierzu ging es aber dieses Mal ins eigentliche Lager Stegskopf. Es war ein Kellerbrand in einem Unterkunftsgebäude entstanden. Nachdem die eingeschlossenen Personen gerettet waren, folgte die Brandbekämpfung. Hierzu wurden vier Atemschutztrupps eingesetzt, für die die Hauptschwierigkeit darin bestand, sich bei fast Nullsicht in der unbekannten Umgebung zu orientieren. Ziel dieser Übungseinheit war es auch, Räume richtig abzusuchen und zu markieren.

Zum Abschluss des Tages bedankten sich die Wehrführer noch bei der Bundeswehrfeuerwehr des Übungsplatzes Daaden für die Möglichkeit, auf dem Gelände üben zu dürfen.

Nach der Heimreise und der Reinigung der Geräte klang der Abend mit einem gemütlichen Grillfest aus. Alle Beteiligten waren sich sicher, dass dieser Tag wiederholt werden muss.

Übung zum Thema Technische Hilfeleistung hatte alles zu bieten


Eine anspruchsvolle TH-Übung hatte Wehrführer Thorsten Kaiser für die Aktiven des Löschzuges Dernbach und der Feuerwehr Ebernhahn ausgearbeitet. Angenomme Lage: „Es ist Werktag 23.37 Uhr und regnet. Verkehrsunfall mit fünf eingeklemmten Personen oberhalb des ICE-Rettungsschachtes. Fahrzeug liegt auf dem Dach in einem Hang. Fahrzeug und Wiese brennen.

Die zuerst eintreffenden Kameraden aus Ebernhahn übernahmen nach der Erkundung die Bekämpfung des PKW-Brandes und der Wiese. Die kurz daruf eintreffenden Fahrzeuge aus Dernbach sorgten zunächst für die großflächige Ausleuchtung der Übungsstelle und stellten den weiteren Brandschutz mit Feuerlöscher und Schaumschnellangriff sicher. Parallel dazu sorgten die Kräfte für eine Sicherung des Fahrzeugs mit einem Mehrzweckzug, um ein Abrutschen zu verhindern. Anschließend wurden die eingeklemmten „Personen“ mittels hydraulischen Rettungsgeräten befreit. Trotz der sehr komplexen Lage zeigte sich Wehrführer Thorsten Kaiser mit dem Übungsergebnis zufrieden.

Neue Rettungsplattform in Dienst gestellt


Kurz vor Ostern konnte der Löschzug Dernbach eine neue Rettungsplattform in Dienst stellen. Zukünftige Einsatzgebiete sind LKW- und Bahnunfälle, aber auch Brandeinsätze. Das Arbeitsgerät wurde vom Förderverein beschafft, wobei ein Großteil aus einer Spende der Volksbank Montabaur-Höhr-Grenzhausen finanziert wurde. Der Förderverein und der Löschzug Dernbach bedanken sich bei der Volksbank für die Unterstützung.