Vier weitere Neuzugänge für den Löschzug Dernbach


Im Rahmen eines Dienstabends wurden vier neue Kameraden von Wehrleiter Hartmut Karwe verpflichtet.

Kai Böhler, Christian Riebel und Dominik Steinebach kommen aus der Jugendfeuerwehr, Daniel Görg stieß über Freunde als sog. Seiteneinsteiger zum Löschzug Dernbach. Alle vier erhielten ihre Verpflichtungsurkunde und wurden zum Feuerwehrmannanwärter ernannt. Hartmut Karwe freute sich, dass sich immer wieder junge Leute für den Dienst in der Feuerwehr begeistern und wünschte den neuen Aktiven alles Gute. Den Glückwünschen schlossen sich die Kameraden des Löschzuges Dernbach an. Die Zahl der Aktiven steigt damit auf 48 an.

Übung zum Thema „Gefahrstoffkonzept Rheinland – Pfalz“


Um im Ausrückebereich des Löschzuges Dernbach wirksame Hilfe bei Gefahrgutunfällen leisten zu können, fand zusammen mit den Kameraden der FF Bannberscheid ein Unterricht zum Thema „Gefahrstoffkonzept Rheinland-Pfalz“ statt. Das „Gefahrstoffkonzept Rheinland-Pfalz“ soll den Feuerwehren, gerade im ländlichen Bereich, die Möglichkeit geben, bei Unfällen mit Gefahrgütern wirksame Erstmaßnahmen einzuleiten.

Die Einsatzbereiche sind im Bereich Dernbach sehr vielfältig. Zunächst sind hier die Bundesautobahnen 3 und 48 zu nennen, über die jeden Tag Tausende von Gefahrguttransporten rollen. Desweiteren ist das Krankenhaus Dernbach mit seiner radiologischen Abteilung zu nennen. Aber auch auf den umliegenden Land- und Kreisstraßen können Unfälle mit Gefahrgütern passieren. Daher nahm auch die Feuerwehr Bannberscheid an der theoretischen Fortbildung teil. Übungsleiter Markus Herbst brachte den Teilnehmern das Thema anschaulich näher und ging auch auf die ortsspezifischen Besonderheiten ein.

Der zweite Teil der Übungsreihe wird eine größere Gemeinschaftsübung sein.

Einsatz von tragbaren Leitern geübt


Am Freitagabend führte der Löschzug Dernbach eine Übung zum Thema „Tragbare Leitern“ durch.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung und Wiederholung von Grundlagen durch Übungsleiter Thomas Waldenberger, fuhr man zum Herz-Jesu-Krankenhaus, um dort an einem neu gebauten außen liegenden Nottreppenhaus den praktischen Anteil der Ausbildung durchzuführen. Die Feuerwehrkameraden konnten hier eindrucksvoll eine Überblick dafür erlangen, bis in welche Geschosshöhe man mit welcher Art von Leiter einsteigen kann. Neben dem Vorgehen über die vierteilige Steckleiter und die dreiteilige Schiebleiter wurde auch der Einsatz eines Leiterhebels geübt. Dieser wird genutzt, um gehunfähige Personen möglichst schnell und schonend aus Höhen zu retten.

Nachdenkliches

Stell dir vor du wirst nachts wach und hörst lautes Kindergeschrei. Du schaust aus dem Fenster und siehst, dass der Dachstuhl deines Nachbarhauses in voller Ausdehnung brennt!

Du weckst deine Frau und bittest sie den Notruf zu wählen, um die Feuerwehr zu verständigen. Du ziehst dich an, läufst nach draußen zum Haus deiner Nachbarn und stellst fest, dass du nichts tun kannst, um der Familie mit den zwei kleinen Kindern zu helfen, die noch in den Flammen eingeschlossen sind und laut um Hilfe rufen.

Zur gleichen Zeit liegt der Rest der Dernbacher Bevölkerung, nach einem arbeitsreichen Tag im Bett und schlummert tief und fest. Plötzlich ertönt ein lautes Alarmsignal in einigen Dernbacher Schlafzimmern. Die Rettungsleitstelle hat soeben über Funkmeldeempfänger den Löschzug Dernbach alarmiert. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Socken an, Hose an, den Autoschlüssel greifen und schnell ins Feuerwehrhaus. Hinein in Hose und Stiefel, den Helm auf, die Feuerwehrjacke an und einsteigen in die Löschfahrzeuge. Alle Männer und Frauen der Feuerwehr wissen genau, jetzt kommt es auf jeden einzelnen an. Was erwartet sie? Sind wirklich noch Kinder in den Flammen eingeschlossen?

Das alles ist jetzt erst drei Minuten her, seit deine Frau den Notruf abgesetzt hat und Du dich draußen vor das Haus deiner Nachbarn gestellt hast, um auf das Eintreffen derjenigen Dernbacher Männer und Frauen zu warten, die sich in ihrer Freizeit für das Wohl ihrer, ihnen zum Teil völlig unbekannten Mitbewohner, eures gemeinsamen Heimatdorfes engagieren.

Endlich hörst du in der Ferne die Martinshörner der Löschfahrzeuge. Du weißt jetzt naht endlich Hilfe. Das Schreien der Kinder in den Flammen wird immer leiser. Du vernimmst es kaum noch. Dein Herz schlägt bis ins Unermessliche. Immer mehr Mitbürger haben sich mittlerweile auf der Straße eingefunden und schauen ebenso betroffen und geschockt wie Du auf die hellen Flammen, die nun auch schon aus den Fenstern des obersten Stockwerkes schlagen. Der dichte Brandrauch brennt in deinen Augen.

Jetzt endlich ist das erste Löschfahrzeug an der Brandstelle eingetroffen. Nun geht alles ganz schnell. Schläuche werden ausgerollt, eine Leiter wird in Stellung gebracht und Feuerwehrleute unter Atemschutz gehen durch den Treppenraum in das brennende Haus vor. Der beißende Geruch lässt nach und endlich erscheint der erste Feuerwehrmann mit einem der Kinder auf dem Arm in der Eingangstür. Es lebt! Wenige Minuten später ist auch der Rest der Familie in Sicherheit. Gott sei Dank haben die Männer und Frauen der Feuerwehr durch ihr schnelles und professionelles Eingreifen schlimmeres verhindert.

Was aber, wenn es bei uns in Dernbach keine Feuerwehr gäbe? Was wenn sich keiner mehr in seiner Freizeit für das Wohl des anderen engagieren würde? Wenn es keine Männer und Frauen aus Dernbach gäbe, die bereit sind nachts aus dem Bett zu steigen um dir und deinen Nachbarn zu helfen?

Wir brauchen auch Dich! Jeder kann helfen. Wir wollen auch zukünftig den Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Dernbach sicherstellen.

Komm, mach mit und engagiere Dich für die Sicherheit in deinem Dorf.