Neues Fahrzeug für Dernbacher Wehr

Wirges: Reicht das Wasser bei einem Brand auf der Autobahn? – Interessent für altes Feuerwehrauto
WIRGES. Reicht das Wasser in den Feuerwehrfahrzeugen der Verbandsgemeinde Wirges künftig aus, wenn es auf der Autobahn beispielsweise zu einem größeren Lkw-Brand kommt? Achim Wussow (SPD) äußerte daran in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates leise Zweifel, als es um den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für den Löschzug Dernbach ging.

Das jetzt dort zu stationierende Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 10/10) hat laut Wussow nur ein Fassungsvermögen von rund 1000 Litern. Das noch genutzte Vorgängerfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), habe dagegen immerhin rund 5000 Liter „im Gepäck“.
Wehrleiter Hartmut Karwe bestätigte, dass auf der Autobahn viel Wasser gebraucht wird. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wirges bringen aber nach seiner Aussage schon bei einer Erstalarmierung mit verschiedenen Fahrzeugen zwischen 5000 und 6000 Litern mit; das entspricht laut Karwe in etwa dem, was auch Montabaur und Ransbach-Baumbach zur Verfügung haben. Wenn das nicht ausreiche, müsse nachalarmiert und auf die Hilfe anderer Wehren zurückgegriffen werden.
Der Verbandsgemeinderat sprach sich schließlich einstimmig dafür aus, die Verwaltung damit zu beauftragen, Angebote zum Kauf des neuen Einsatzfahrzeuges einzuholen, Zuschussanträge zu stellen und dem Verbandsgemeinderat das Ausschreibungsergebnis vorzulegen. Einen Interessenten für das alte Dernbacher Feuerwehrauto gibt es ebenfalls schon: Die Werksfeuerwehr von Klöckner Pentaplast (Heiligenroth) will ihr 40 Jahre altes Fahrzeug austauschen. Ohne Gegenstimme verabschiedete der Rat auch die Einstufung der Ausrückebereiche der Löschzüge Dernbach und Siershahn in die Risikoklasse T 3 (T steht für technische Gefahren und Gefahren durch Naturereignisse).
Die beiden Einheiten sind durch ihre Einsätze auf der Autobahn erhöhten Anforderungen und Risiken ausgesetzt. Auf entsprechende Anfrage der betroffenen Wehr soll nun überprüft werden, ob auch die Feuerwehr Mogendorf in diese Risikoklasse einzuordnen ist. (jgm)

Westerwälder Zeitung vom 10.03.2008, Seite 15.

JF Dernbach – Übung zum Thema Schaum

Heute stand eine Übungseinheit zum Thema Schaum auf dem Dienstplan der JF Dernbach. Nach einer theoretischen Unterweisung durch Übungsleiterin Andrea Görg im Feuerwehrhaus wurde am Sportplatz der Schaumangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 3 geübt. Als Schaummittel diente ein Wasser-Spülmittel-Gemisch. Leider brachte der Mix nicht den gleichen Erfolg wie echtes Schaummittel. Zum Veranschaulichen der Funktionsweise der Geräte war dies aber ausreichend. Und Spass hatten alle Beteiligten…

Mitgliedervollversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Dernbach/


Bei der Mitgliedervollversammlung in der Gaststätte Klosterschänke blickte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Dernbach/Westerwald e.V. auf das Jahr 2007 zurück.

Nachdem Vorsitzender Andreas Quirmbach die Versammlung begrüßt hatte, berichtete Schriftführer Andreas Pandorf über die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr. Die Weihnachtsfeier mit Bingo-Spiel und großer Tombola war hier der Höhepunkt. Er dankte den örtlichen Einzelhändlern für die kostenlose Überlassung der Tombolapreise.

Mit einer Videopräsentation stellte Wehrführer Armin Nörtershäuser den Jahresbericht des Löschzuges Dernbach vor. Insgesamt 39 Einsätze mussten von den 40 Mitgliedern bewältigt werden. Den größten Part stellten hier die 23 Brandeinsätze dar. Verkehrsunfälle, Ölspuren und Unwettereinsätze bildeten den Großteil der zehn technischen Hilfeleistungen. Der Rest waren Ordnungsdienste bei verschiedenen Veranstaltungen, wie dem Rosenmontagszug in Wirges. Viermal war die Autobahn A 3 der Einsatzort. Insgesamt leisteten die Aktiven 982 Einsatzstunden.

Bei 73 Ausbildungsveranstaltungen (Übungen, Alarmübungen, Fortbildungen und Lehrgänge) leisteten die Mitglieder 1.815 Stunden.

Hinzu kamen weitere 3.835 Stunden bei Gerätediensten, Festen und Dienstsport. Somit kamen die Aktiven bei 230 Terminen auf 6.649 Gesamtstunden. Dies entspricht 277 Tagen ehrenamtlichen Engagements.

Ein ereignisreiches Jahr liegt auch hinter der Jugendfeuerwehr. Die 15 Jugendlichen leisteten im vergangenen Jahr 1.640 Stunden bei den unterschiedlichsten Aktivitäten. Den feuerwehrspezifischen Teil bildeten verschiedene Übungen mit den Themen Technische Hilfeleistung, Löschangriff nach Dienstvorschrift, Rettungstechniken, ein Erste-Hilfe-Seminar oder eine Abendübung zum Thema Beleuchtung. Highlight des Jahres war das dreitägige Zeltlager der VG-Jugendfeuerwehr in Astert, in dessen Rahmen auch ein Völkerballturnier und der VG-Pokal ausgespielt wurde. Hinzu kamen Fussball, Beach-Soccer oder das VG-Pokalschiessen. Die Teilnahme am Martinszug, die „Aktion Saubere Landschaft“ sowie die Verteilung der Gelben Säcke, verschiedene Sammlungen und das Einsammeln der Weihnachtsbäume mit der aktiven Wehr rundeten das Programm ab. Bei der Teilnahme an den Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr (Leistungsspange und Schwimmwettkampf) konnten gute Ergebnisse erzielt werden.

Ein gemeinsamer Höhepunkt für Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung war der Aktionstag im August. Mit Kanus und Schlauchbooten galt es 10 Kilometer auf der Lahn von Nassau nach Nievern zu paddeln. Bei bestem Sommerwetter fand der Tag bei einem Grillfest seinen Ausklang.

Die Kassenprüfer Günter Kempf und Helmut Jung bescheinigten Kassierer Michael Zander eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, was von der Versammlung bestätigt wurde. Beide Kassenprüfer wurden in ihrem Amt bestätigt.

Da Schriftführer Andreas Pandorf aus beruflichen Gründen sein Vorstandsamt zu Verfügung stellen musste, wählte die Versammlung Matthias Görgen bis zum Ende der Wahlperiode im nächsten Jahr einstimmig zum Schriftführer. Andreas Quirmbach bedankte sich bei Andreas Pandorf für die geleistete Arbeit im Vorstand des Fördervereins.

Durch einige Neuaufnahmen im Rahmen der MVV hat der Verein nun 311 Mitglieder. Zum neuen Ehrenmitglied wurde Dieter Bode ernannt. Er ist seit vielen Jahren im Löschzug Dernbach aktiv und hat mit Erreichen des 60. Lebensjahres die Voraussetzungen für eine Ehrenmitgliedschaft erfüllt. Andreas Quirmbach gratulierte Dieter Bode und überreichte eine Urkunde, einen Blumenstrauß und eine Floriansstatue.

Andreas Quirmbach berichtete über die Vorbereitungen des Vereinsausfluges vom 9. bis 12. Mai nach Berlin. In den nächsten Tagen gehen allen Vereinsmitgliedern die Anmeldeformulare und das Programm zu.

„Emma“ stürmte über Westerwald

Viele Straßen von umgestürzten Bäumen blockiert – Autos und Gebäude beschädigt – Strom fiel aus – Helfer im Dauereinsatz

Zwichen Mogendorf und Ransbach-Baumbach mussten Bäume beseitigt werden, die umzukippen drohten. In Wirges krachten Bäume auf ein Haus, und ein Dach wurde vom Sturm abgedeckt. Die Wirgeser Wehren waren rund 27 Mal im Einsatz.

Das Orkantief „Emma“ ist gestern nach Osteuropa abgezogen. Von den Polizeidienststellen und Feuerwehreinheiten im Westerwaldkreis sind die ersten Schadens- und Einsatzbilanzen gezogen worden.