Dachstuhlbrand in Staudt

Montabaur/Wirges: Ein Unwetter hat in den Nacht zum Sonntag rund um Montabaur und Wirges beträchtliche Schäden angerichtet. Feuerwehr und Polizei waren im Dauereinsatz.

Im gesamten Dienstgebiet der Polizeiinspektion Montabaur kam es zwischen 23 und 1 Uhr zu starken Unwettern, verbunden mit Hagel und Blitzschlägen. Insbesondere waren davon die Städte Montabaur und Wirges betroffen. Dort kam es zu Überschwemmungen, Stromausfällen und fehlerhaft ausgelösten Einbruchmeldeanlagen. Die Feuerwehren waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. So wurde der Kreisel in der Ortslage Wirges (Südstraße/Bahnhofstraße) weggeschwemmt. In diesem Bereich wurden auch zahlreiche Straßen und Keller überflutet. Bei einem Einkaufsmarkt in Wirges stürzten Teile des Daches ein. Es wurde zum Glück niemand verletzt.Auch im Stadtgebiet Montabaur waren mehrere Straßenzüge überflutet, wodurch unter anderem Bauzäune weggeschwemmt wurden.

Gegen 23.20 Uhr kam es zudem zum Vollbrand eines Dachstuhls in Staudt. Nach bisherigem Stand der polizeilichen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein Blitz nahe des Kamins eingeschlagen und den Brand ausgelöst hat. In der Folge brannte der gesamte Dachstuhl des freistehenden Einfamilienhauses vollkommen ab. Verletzt wurde auch hier niemand, da sich die Hauseigentümer im Urlaub befanden. Die Feuerwehren Staudt, Dernbach, Siershahn und Wirges waren mit starken Kräften zur Brandbekämpfung im Einsatz. Die Höhe des Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Auch zwischen Leuterod und dem Ortsteil Hosten schlug ein Blitz ein. Dort stand ein Baum in Flammen. Bis in die frühen Morgenstunden waren fast alle Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Wirges sowie die Werkfeuerwehr Oberland im Einsatz.

Spektakuläre Übung: 40 Verletzte aus Dernbacher ICE-Tunnel gerettet

Westerwaldkreis – Ein ICE entgleist und kommt 500 Meter vor dem Ende des Dernbacher Tunnel zum Stehen.

Mehrere Wagen verkeilen sich und stellen sich quer, der Bistrowagen brennt. Im Zug 80 Menschen, leicht bis schwerstverletzt: Vor ein spektakuläres Unglücksszenario sahen sich die Rettungskräfte aus den Kreisen Westerwald und Neuwied in der Nacht zu Sonntag gestellt und probten von 1 bis etwa 5 Uhr den Ernstfall.

Mehr als 500 Helfer von Feuerwehr, Sanitätsorganisationen, Polizei, Technischem Hilfswerk, Notfallseelsorge und Bahn mussten den wirklich nicht leichten Einsatz bewältigen. Genau beobachtet wurden sie dabei von vielen Fachleuten der Hilfsorganisationen und Kreisverwaltungen, der Bahn und der im ICE eingesetzten Firmen sowie Wissenschaftler der Fachhochschule Köln und zahlreichen Gästen. mm

Quelle: Rhein-Zeitung Online, 22.05.2011