Übung zum Thema Technische Hilfeleistung hatte alles zu bieten


Eine anspruchsvolle TH-Übung hatte Wehrführer Thorsten Kaiser für die Aktiven des Löschzuges Dernbach und der Feuerwehr Ebernhahn ausgearbeitet. Angenomme Lage: „Es ist Werktag 23.37 Uhr und regnet. Verkehrsunfall mit fünf eingeklemmten Personen oberhalb des ICE-Rettungsschachtes. Fahrzeug liegt auf dem Dach in einem Hang. Fahrzeug und Wiese brennen.

Die zuerst eintreffenden Kameraden aus Ebernhahn übernahmen nach der Erkundung die Bekämpfung des PKW-Brandes und der Wiese. Die kurz daruf eintreffenden Fahrzeuge aus Dernbach sorgten zunächst für die großflächige Ausleuchtung der Übungsstelle und stellten den weiteren Brandschutz mit Feuerlöscher und Schaumschnellangriff sicher. Parallel dazu sorgten die Kräfte für eine Sicherung des Fahrzeugs mit einem Mehrzweckzug, um ein Abrutschen zu verhindern. Anschließend wurden die eingeklemmten „Personen“ mittels hydraulischen Rettungsgeräten befreit. Trotz der sehr komplexen Lage zeigte sich Wehrführer Thorsten Kaiser mit dem Übungsergebnis zufrieden.

Strahlenschutzfortbildung


Die Aufgaben der Feuerwehr Dernbach sind sehr vielfältig. Neben dem Brandschutz und der technischen Hilfeleistung zählt auch Strahlenschutz zum Tätigkeitsspektrum. Hauptaufgabe des Messtrupps ist die Menschenrettung aus evtl. strahlenbelasteten Bereichen.

Potentielle Einsatzorte können die radiologische Station des Krankenhauses oder aber ein Transportunfall auf der Straße sein. Da ein Strahlenschutzeinsatz sehr selten vorkommt, ist es wichtig, dass sich die Einsatzkräfte fortbilden und das Wissen vertiefen. Auch die Benutzung der verschiedenen Messgeräte erfordert regelmäßiges Training. Daher trafen sich die Führungskräfte und die Atemschutzgeräteträger des Löschzuges Dernbach zu einer zweiteiligen Fortbildungsveranstaltung im Feuerwehrhaus. Zunächst führte stellv. Wehrführer Markus Herbst noch einmal die unterschiedlichen Geräte, wie Dosisleistungsmessgerät, Dosiswarngerät und Kontaminationsnachweisgerät vor und erklärte, worauf bei der Benutzung zu achten ist. Unter anderem muss geübt werden, wie Warnschwellen einzustellen sind oder worauf es beim Einsatz des Kontaminationsnachweisgerätes ankommt. Einsatzgrundsätze und örtliche Besonderheiten waren weitere Themen der Fortbildung.
Den zweiten Teil der Ausbildung übernahm Manuela Liebetanz, Ausbilderin für Strahlenschutz an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Koblenz.
Sie erklärte wie Kennzeichnungen auf Fahrzeugen oder Transportbehältnissen zu lesen sind, welche Angaben für die Feuerwehr wichtig sind und wie diese damit arbeiten kann.
Aufbauend auf den ersten Teil der Ausbildung erklärte Sie noch einmal die Handhabung der Geräte und zeigte auch die Grenzen der Ausrüstung auf.
Tipps zur korrekten Dekontamination, Strahlenschutzmaßnahmen mit einfachen vorhandenen Hilfmitteln und zur richtigen Schutzkleidung für die verschiedenen Einsatzzwecke rundeten den Ausbildungsabend ab.
Abschließend möchte sich der Löschzug Dernbach noch einmal bei Frau Liebetanz für die anschauliche Gestaltung und die Bereitschaft zur Durchführung dieser Veranstaltung bedanken.

Dicke Rauchwolken über Dernbach

Ein bedrohliches Szenario bot sich den Einheiten Dernbach, Staudt und Bannberscheid bei einer gemeinsamen Übung am Feuerwehrhaus Dernbach. Eine dicke Rauchwolke, übrigens völlig unbedenklich, wies den anrückenden Einheiten den Weg in den Südring.

Angenommen wurde folgende Einsatzszene: Bei einer Kollision zweier PKW auf einer Bundesstrasse prallte ein Fahrzeug in die angrenzende Werkstatthalle, die dadurch in Brand geriet. Hierdurch wurden zwei Personen eingeschlossen. Ein PKW fing Feuer und eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs wurde aus dem Auto herausgeschleudert und lag neben dem Wagen, zusätzlich lagen noch mehrere Kartons mit radioaktivem Material um das Fahrzeug verstreut.

Der Schwerpunkt lag hier bei der schnellen Rettung von betroffenen Personen, begleitet durch die Brandbekämpfung sowie die Messung möglicher erhöhter radioaktiver Strahlung.

Zunächst ging ein Atemschutztrupp zur Menschenrettung in die Halle vor. Gleichzeitig wurde der Brand an dem PKW aus sicherer Entfernung gelöscht und der Fahrer versorgt. Nach Abschluss der Menschenrettung aus dem Gebäude wurde auch hier das Feuer bekämpft und die Halle entraucht. Parallel zur Brandbekämpfung erfolgte die Messung, ob erhöhte Strahlenwerte an den havarierten Packstücken vorliegen. Die Messungen verliefen negativ. Eine Gruppe führte die Befreiung der eingeklemmten Person aus dem zweiten verunfallten PKW mittels hydraulischer Rettungsgeräte durch.
Trotz der komplexen, aber durchaus möglichen Lage, lösten die eingesetzten Kräfte die ihnen gestellten Aufgaben in relativ kurzer Zeit, so dass sich die Übungsleiter Thorsten Kaiser und Jörg Bergerhoff zufrieden zeigten. Vor allem die Absprache und die Zusammenarbeit unter den Einheiten Dernbach, Staudt und Bannberscheid bei diesem nicht alltäglichen Szenario verlief hervorragend.

Übung bei Firma Kleinhans – 5 Verletzte gerettet


„Brand bei der Firma Kleinhans, Am Bahndamm 8. Mehrere Personen vermisst!“ so lautete die Übungsmeldung für den Löschzug Dernbach am Freitagabend.

Bei der Ankunft am Übungsobjekt stellte sich heraus, dass die Werkhalle stark verraucht und mehrere Arbeiter in der Halle eingeschlossen. Parallel zum Innenangriff, der mit drei Atemschutztrupps vorgetragen wurde, erfolgte ein massiver Außenangriff zum Schutz des direkt angrenzenden Wohnbereichs und der auf dem Hof abgestellten Gastankzüge. Schon nach relativ kurzer Zeit hatten die Atemschutztrupps die verletzten fünf Arbeiter gefunden und ins Freie transportiert. Übungsleiter Markus Herbst und Dirk Schneider zeigte sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden.

Im Anschluss führte der Firmeninhaber Kleinhans die eingesetzten Kräfte durch die Halle und wies auf eventuelle Gefahren hin.