Brand im Krankenhaus Dernbach war Fehlalarm

DERNBACH. Sirenen und Funkmeldeempfänger haben in der Nacht zum Dienstag gegen 2.55 Uhr die Feuerwehren aus Dernbach, Ebernhahn und Siershahn aus dem Schlaf gerissen: „Starker Brandgeruch im Krankenhaus Dernbach“ lautete die Alarmmeldung. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet suchten die Einsatzkräfte nach dem vermeintlichen Feuer. Allerdings ohne Erfolg. Auch mit der nachträglich angeforderten Wärmebildkamera war kein Brand auszumachen.

Schließlich konnte die Ursache des Brandgeruches nicht ausfindig gemacht werden. Im Krankenhaus Dernbach konnte man wieder aufatmen, als die 31 ausgerückten Feuerwehrleute um 4.15 Uhr ihre Gerätschaften einpackten und in ihre Gerätehäuser zurückkehrten.
Quelle: Westerwälder Zeitung

Wäller Feuerwehren erprobten neues Löschsystem


Vertreter der Landesfeuerwehr Koblenz und der Feuerwehren aus Mogendorf, Dernbach und Wirges haben ein neuartiges Kaltschneidelöschsystem aus Schweden mit dem Namen Cobra getestet. In einem Abrisshaus in Mogendorf wurde ein Zimmerbrand simuliert. Mit einer hydraulischen Pumpe wird ein Wasserstrahl auf einen Druck von 300 Bar und einer Geschwindigkeit von 200 Metern pro Sekunde (720 km/h) beschleunigt, der von außen durch die Wand in den Brandraum eindringt.

Dem Wasserstrahl ist ein Granulat beigemischt, das die Schneidewirkung erheblich verstärkt. Ohne dass ein Trupp in den Brandraum vorgehen muss, kann ein rund 30 Quadratmeter großer Raum von 750 Grad Celsius durch den Wasserstrahl auf 100 Grad abgekühlt werden. Hierzu werden kaum 50 Liter Wasser verbraucht, das Risiko eines Flash-Over (Übergang eines Schadenfeuers von der Entstehungsphase hin zum Vollbrand) ist ausgeschaltet. Gerade in der Erstphase und bei geringer Tagesverfügbarkeit kann mit der Cobra ein qualifizierter Löschangriff durchgeführt werden, ohne ins Gebäude eindringen zu müssen.
Westerwälder Zeitung vom 14.07.2008, Seite 16.

Unfall auf A 3: Gefahrgut lief aus

Lkw scherte unvermittelt aus: Autos stießen zusammen, ein Pkw überschlug sich – Spektakuläre Kollision auch auf der A 48
Die Autobahnen stellen die Westerwälder Wehren vor große Herausforderungen. Dies zeigte sich einmal mehr am Freitagabend.

WESTERWALDKREIS. Ein spektakulärer Unfall hat auf der A 3 in Höhe der Anschlussstelle Ransbach-Baumbach am Freitagabend einen Großeinsatz von Westerwälder Feuerwehren und der Polizei ausgelöst. Die Folgen waren aber verhältnismäßig gering. Nachdem der Autobahnpolizei zunächst mehrere Schwerverletzte gemeldet worden waren, stellte sich am Ende heraus, dass bei dem Unfall, in den zwei Autos und ein Lastwagen verwickelt waren, die beiden Pkw-Fahrer leichte Blessuren erlitten hatten. Der Schaden beläuft sich auf rund 30 000 Euro.

Personenrettung aus Hubsteiger

Bei Malerarbeiten an einer Fassade kam es aus ungeklärter Ursache zu einer unkontrollierten Neigung eines Hubsteigers. Das Gerät drohte umzustürzen. Der Ausleger wurde mit Unterbauhölzern gegen ein weiteres Neigen gesichert. Anschließend wurde der im Korb befindliche Arbeiter mit einer Steckleiter aus einer Höhe von ca. 5 Metern unverletzt gerettet.